Meer Aktuelles

 



05.10.2019  11:00  Feldkirch  Johanniterkirche
Endperformance:"water - elixir of life" 
soundwaves and waterpeace circles 
Performance: vocal and movement by Verena Wohlrab
Music: Melissa Hiebeler und Chris Darnhofer
Laudator: Lisa Suitner
Fotos: Bernhard Fritz und Simon Kathan



 
 

 Site specific dance „Wasser unser Lebenselixier“

 

Kunstprojekt      2018 – 2020

 


 

Natur und Kunst, Wasser und Leben.

Unsere Erde ist vernetzt durch ein Wassersystem, welches die ganze Erdoberfläche mit feinen Adern durchzieht. Eine dieser Adern ist auch die Lutz. Ein Fluss,der seinen Anfang im Gebirge Vorarlbergs nimmt. Seine Quelle fließt, gespeist von mehreren Zuflüssen durch den Talgraben des Großen Walsertals in die Ill, die wiederum in den Rhein fließt,um dann weit über Grenzen hinweg im Meer, der Nordsee, zu münden. In diesem Projekt widme ich mich der Interaktion mit dem Element Wasser und werde seinem Lauf von der Quelle der Lutz bis nach Feldkirch folgen. Nach umfassenden Recherchen im Winter, im Frühling und im Sommer sind im Herbst öffentliche Performances an der Vereinigungsbrücke und in der Johanniterkirche geplant, die die erworbenen Sinneseindrücke verbinden und vermitteln. Ich nehme die immanenten Bewegungen speziell ausgewählter Wasserplätze auf, um sie in Tanz zu übertragen. Das Projekt startet an der Quelle der Lutz, fließt im Lauf der Jahreszeiten entlang der Lutz in die Ill bis nach Feldkirch. Meine Herangehensweise ist stark körper- und klangbezogen, auf meine Umgebung eingehend, sich einlassend. Durch intensive Recherche und Begehungen eines Ortes und der so erfahrenen Geschichten, entwickle ich Bewegungen, Installationen, Interventionen, Musik und Texte. Gemeinsam mit einem Musiker habe ich im Winter begonnen.

Winter. Die Kälte im Großen Walsertal hat aus dem Wasser der Lutz märchenhafte Figuren aus Eis geformt und geheimnisvolle Objekte an den Uferrand gesetzt. Der Schnee schluckt alle Geräusche und knirscht doch laut unter meinen Schritten. Die Zeit scheint in der Kälte genau so still zu stehen wie das erstarrte Wasser. Die Musik klingt wie neu, hier draußen in der Natur. Die Art sich zu bewegen ändert sich, wenn ich über Eis laufe oder durch tiefen Schnee tanze. Der Schnee in meiner Hand schmilzt und wird wieder zu Wasser.

Frühling. Ich spüre das wärmende Sonnenlicht auf meiner Haut, spüre die Energie, die das frischeQuellwasser in meinem Körper hinterlässt, wenn ich aus dem kalten, klaren Wasser auftauche. Eis und Schnee werden zu fließendem Wasser … Transformation, die ich auch in mir selbst spüre. Das Wasser der Lutz rauscht in einer ganz anderen Tonlage als der Wind, der die Bäume über mir in Bewegung hält. An manchen Tagen prasselt Regen auf mir nieder, lässt mich Schutz suchen oder unter ihm hindurch tanzen.

Sommer. Die Lutz fließt in die Ill, wird größer, stärker, mitreißender, sie sucht ihren Weg in die Stadt zu den Menschen, sucht den Kontakt mit ihnen. Am Ufer der Ill trifft man sich, verbindet sich mit dem Wasser, das nun willkommene Abkühlung bietet. Wieder hat das Licht sich verändert, lassen die hohen Temperaturen unsere Bewegungen verlangsamen, träge werden. Die Tage werden immer länger, die lauen Abende verleiten dazu, lange am Ufer der Ill zu verweilen, der Lärm der Stadt hat gegen das Tosen des Wassers keine Chance.

Herbst. Der Kreis beginnt sich wieder zu schließen. Auch die Lutz wird müde, hat sich der Sonne hingegeben, als Dunst verdampft, der morgens noch in den Wipfeln der Bäume hängt und je später das Jahr, umso zäher der Nebel. Die Tage werden drastisch kürzer, die Trägheit des Sommers schnell vergessen. Der Regen ist jetzt kühl, spitz klopft er auf Köpfe, Dächer und lässt die Oberfläche der Lutz tanzen.

 

2019

10.08.   11:11   11min



11.07.  11:11  11min


11.06. 11:11 11min
 
 


11.05. 11:11 11min 
 



11.04. 11:11 11min

 



11.03.   11:11   11min


11.02.  11:11  11min

11.01.  11:11 11min

2018

 

2018